Was bedeutet Achtsamkeit?

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal!
(Sprichwort aus dem Talmud)

Wer ist mit seinen Gedanken oft in der Vergangenheit oder der Zukunft? Wer kennt das Gefühl, etwas im Alltag erledigt zu haben – und fünf Minuten später nicht mehr zu wissen, ob man das nun schon gemacht hat oder nicht? Und wer weiss, wie es sich anfühlt, den Boden unter den Füssen zu verlieren oder völlig durch den Wind zu sein?

Der hektische, von mobilen Geräten geprägte Alltag und das Leben an sich stellen hohe Ansprüche an uns. Wir sind immer auf Achse, überall und nirgends. Achtsamkeit soll uns dabei helfen, im Hier und Jetzt zu verweilen, uns selber besser wahrzunehmen und dadurch geerdet zu bleiben, überlegter handeln zu können. Im Alltag erledigen wir viele Dinge automatisch, wir funktionieren nach gelernten Mustern. Wenn wir achtsam sind, spulen wir nicht einfach unsere Muster ab, sondern nehmen bewusst wahr, was wir tun, was wir fühlen und in welcher Situation wir uns befinden.

Achtsamkeitstraining oder „Mindfulness Based Stress Reduction“ wird bereits seit den 80er-Jahren angewendet und ist ein anerkanntes Programm, um Menschen beizubringen, besser mit Druck und Stress umzugehen. Um jedoch achtsamer zu werden, muss Achtsamkeit geübt werden. Schon kleine Übungen im Alltag können dabei einen positiven Effekt haben.

Achtsamkeitsübung „Innerer Wetterbericht“                                                          Durch den inneren Wetterbericht gehen wir in uns und überlegen uns, wie es uns geht, wie wir unsere innere Verfassung mit Hilfe des Wetters beschreiben würden.
Ablauf:
Wie geht es dir heute? Geh einen Moment in dich und überlege dir, wie du dein Befinden mit Hilfe eines Wetterberichts beschreiben würdest. Ist es ruhig und sonnig oder eher stürmisch und kühl? Versuche dieses Wetter nicht zu werten, sondern einfach nur zu beobachten und anzunehmen, so wie es ist. 

In den kommenden Wochen möchten wir verschiedene solche Übungen kennenlernen. Diese Woche ging es zuerst einmal darum, den Begriff Achtsamkeit gemeinsam zu besprechen und zu verstehen.

Danach folgte wie gewohnt ein Yoga-Flow und zum Abschluss durften sich die Schülerinnen mit den neuen Massagebällen gegenseitig massieren mit dem Ziel, die Bewegungen und Empfindungen bei der Massage ganz bewusst wahrzunehmen.

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Zum Abschluss der Stunde folgte wie immer unser gemeinsames  Ritual – eine Art Mantra, welches wir im Schneidersitz sitzend gemeinsam aufsagen und mit einer Handbewegung unterstreichen.

„Ich bin, wie ich bin – okay – namaste.“